Microsoft Word (oft auch kurz MS Word oder
Word genannt) ist ein Textverarbeitungsprogramm der Firma Microsoft für die
Windows-Betriebssysteme
und Mac OS. Es ist Teil der Officesuite Microsoft Office sowie der auf private
Nutzer zugeschnittenen Programmsammlung Microsoft Works Suite, wird aber auch
einzeln verkauft.
1983 wurde die erste Version von Microsoft Word für MS-DOS lanciert, 1984
erschien die Macintosh-Version. Die DOS-Versionen wurden bis 1995 vertrieben.
Eine Version für SCO Unix existierte auch.
Word lässt sich mittels VBA (Win / Mac OS) und AppleScript (nur Mac OS) automatisieren.
Geschichte
Microsoft Word basierte auf der Gui-Textverarbeitung Bravo, welche auf dem Xerox PARC lief.
Der Autor von Bravo, Charles Simonyii ,wechselte 1981 von
PARC zu Microsoft und wurde der leitende Entwickler von Word.
Word war die erste populäre Textverarbeitung für den IBM PC. In Verbindung mit
einer Grafikkarte, die Grafikausgabe erlaubte (wie CGA oder Hercules), konnte Word Textauszeichnungen wie Fett oder Kursiv
direkt darstellen. Konkurrenten wie WordStar WordPerfect
oder DisplayWrite (IBM PC Text) konnten dagegen lediglich
reinen Text darstellen. Formatierungen erschienen dort entweder als farbiger
Text, oder es wurden Markups verwendet.
Spätere Versionen von Word enthielten immer mehr Funktionen, die über die einer
normalen Textverarbeitung in Richtung Desktop Publishing hinausgehen. Bereits in den DOS-Versionen von Word
konnten Bilder eingebunden werden.
Dateiformat
Das von Microsoft Word verwendete Dateiformat
heißt .doc. Word kann mit verschiedenen Dateiformaten umgehen, jedoch werden nicht viele Fremdformate unterstützt
- Dateifilter für die Konvertierung in die Dateiformate der direkten Konkurrenten
wie beispielsweise OpenOffice.org fehlen. Microsoft Words eigenes Dateiformat
ist vollständig propritär, eine Dokumentation ist
nicht frei erhältlich.
Bei Veröffentlichung oder Austausch von Dokumenten im Microsoft Word-Format
ist Vorsicht geboten, da es Einblicke in die letzten Änderungen am Text erlaubt.
Für Besitzer von Microsoft Office 2003 und XP ist ein Add-in
erhältlich, mit dem sich versteckte Daten entfernen lassen, für ältere Versionen
ist das Add-in nicht verfügbar.
Vom sicherheitstechnischen Standpunkt aus betrachtet, ist auch der Passwortschutz
in MS-Office-Dokumenten unsicher.
Alternativen
Obwohl sich Microsoft Word in den meisten heutigen Büros als Quasi-Standard etabliert hat, gibt es eine Reihe von Konkurrenzprodukten, auch aus dem Open Source-Bereich. Die meisten dieser Produkte können das Microsoft-Format durch Reverse Engineering inzwischen im- und exportieren. Nur bei sehr exotischen Dokumenten gerät die Formatierung noch durcheinander, was jedoch auch beim Wechsel zwischen verschiedenen Word-Versionen passieren kann. Zu den Alternativen zählen unter anderem das preisgünstigere StarOffice der Firma Sun Microsystems sowie dessen kostenlose Open Source-Variante OpenOffice.org Beide Officesuiten warten mit ebenbürtigen Funktionen auf wie die Microsoft-Office-Suite und sind nicht nur auf Windows und Mac OS, sondern auch auf diversen Unices lauffähig. Ein weiteres Programm, mit dem man zumindest einfachere MS Word-Dokumente einlesen und bearbeiten kann ist das Programm KWord, das Bestandteil von KOffice ist, einer Officesuite des Unix-Desktops KDE.Das Projekt HDF verfolgt das Ziel, das Microsoft Word Datei-Format in reinem Java zu implementieren.